Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Stadtverband Bielefeld e. V.

Deutscher Fahrradpreis 2026 verliehen

Der Deutsche Fahrradpreis zeichnet innovative Projekte aus, die den Radverkehr fördern. Die Gewinner für 2026 wurde am 20. Mai ausgezeichnet und kommen aus Lindau, München und Hamburg.

Das Bild zeigt die Gewinner des Deutschen Fahrradpreises 2026.
Am 20. Mai 2026 wurden die diesjährigen Gewinnerprojekte des Deutschen Fahrradpreises im Rahmen des AGFS-Kongresses in Düsseldorf ausgezeichnet. © Deutscher Fahrradpreis/Christophe Francois Fotografie

Der bundesweite Wettbewerb „Der Deutsche Fahrradpreis“ prämiert jedes Jahr innovative Maßnahmen, Kampagnen und ehrenamtliche Initiativen zur Förderung des Radverkehrs in Deutschland. Er wird in den Kategorien Infrastruktur, Service & Kommunikation sowie Ehrenamt vergeben. Am 20. Mai 2026 wurden die diesjährigen Gewinnerprojekte im Rahmen des AGFS-Kongresses in Düsseldorf ausgezeichnet.

Infrastruktur: Bodensee-Fahrradstraße Lindau

In der Kategorie Infrastruktur gewann die Stadt Lindau mit dem Projekt „Bodensee-Fahrradstraße Lindau – Premium-Radverkehrsachse“. Mit nahezu durchgängig 5,5 m breiten Fahrradstraßen bietet Lindau mehr Sicherheit und Komfort entlang der Hauptachse. Das Projekt verbindet hochwertige Fahrradstraßen, die Aufwertung des Bodenseeradwegs und Mobilitätsstationen zu einer leistungsfähigen Radachse. Das Besondere: Der Radverkehr wird konsequent bevorrechtigt und vom Fußverkehr getrennt geführt.

Service & Kommunikation: „VelObserver für Schulen“

Den Preis in der Kategorie Service & Kommunikation erhielt die Posmo GmbH aus München für das Projekt „VelObserver für Schulen“. Bei dem Projekt soll gemeinsam mit Jugendlichen eine digitale, sichere Radschulwegkarte entstehen, in dem die Jugendlichen ihr Mobilitätsverhalten dokumentieren, ihre Wege digital erfassen und sie aus ihrer Perspektive bewerten. 

Ehrenamt: „Fahrräder für Bedürftige“

In der Kategorie Ehrenamt wurde der Verein Westwind Hamburg e. V. ausgezeichnet. Das Projekt „Fahrräder für Bedürftige“ ermöglicht Menschen mit geringem Einkommen Zugang zu Fahrrädern und damit mehr Mobilität und gesellschaftliche Teilhabe. 

Impulse für eine fahrradfreundliche Mobilität

Insgesamt ist der Deutsche Fahrradpreis mit 15.000 Euro dotiert. Die Siegerprojekte erhalten jeweils 5.000 Euro Preisgeld. Der Preis wird seit dem Jahr 2000 vergeben und gilt als wichtige nationale Auszeichnung für innovative Radverkehrsförderung. Bewerben können sich Kommunen, Unternehmen, Vereine und Privatpersonen mit Projekten aus den Bereichen Infrastruktur, Service & Kommunikation sowie Ehrenamt. Ziel ist es, beispielhafte Ideen sichtbar zu machen und Impulse für eine fahrradfreundliche Mobilität in Deutschland zu setzen.

Hinter dem Wettbewerb stehen das Bundesverkehrsministerium sowie die Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in NRW (AGFS). Der Wettbewerb wird von ZIV – Die Fahrradindustrie und dem Verbund Service und Fahrrad e. V. unterstützt.


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