Claudia Böhm zeigt die Bielefeld-Karte von 2012 mit markierten schönen Strecken.

Claudia Böhm zeigt eine Planungskarte, in die ADFC-Bielefeld-Tour-Guides mit grünem Filzstift schöne Streckenabschnitte eingezeichnet haben. © Thorsten Böhm

Pillepoppen und Co: Die Geschichte der Bielefelder Freizeit-Radrouten

 

Pillepoppen, Um’n Pudding, Engelroute und sieben weitere Themenrouten gibt es in Bielefeld. Erfahren Sie mehr darüber, wie diese Freizeit-Radrouten entstanden sind und was mit den alten Bielefeld-Rundwegen passiert ist.

 

Februar 2021: Bielefeld hat ein 280 Kilometer langes Freizeit-Radroutennetz. Zehn beschilderte Themenrouten, 120 Knotenpunkte und noch mehr Wegweiser machen es leicht, unbekannte Strecken und den Weg zu neuen Zielen zu finden. Wie ist dieses Netz eigentlich entstanden? Wer hat sich die Themenrouten ausgedacht? Und was ist mit den BI-Wegen geschehen?

1983: Die Radwanderkarte mit den Bielefeld-Rundwegen

Die Geschichte beginnt 1983 mit Michael Mertins, Kartograf beim Vermessungs- und Katasteramt der Stadt Bielefeld und Gründungsmitglied des damaligen ADFC Bezirksvereins Ostwestfalen-Lippe, der ersten Bielefelder Radwanderkarte und den zehn Bielefeld-Rundwegen (BI-Wege). Michael Mertins: „Kurz nach der Vereinsgründung entschloss sich der Vorstand, eine Radwanderkarte für die Region zu produzieren.  Da ich vom Fach war, gestaltete sich die Sache recht einfach und erfolgreich. Die Radtourenvorschläge nördlich des „Teutos“ stellte ich mit dem Tourenreferenten Hajo Langer zusammen, südlich des „Teutos“ engagierte ich Heinrich Hamels aus Quelle, zu dem ich aufgrund einiger Pressemeldungen über seine Radwanderungen im Bielefelder Süden Kontakt aufgenommen hatte. Redaktionell führte ich beide Teile zusammen und es entstanden die Vorschläge BI 1 – BI 10.“ Fünf der BI-Wege werden damals zügig ausgeschildert, die Schilder für die übrigen fünf Wege bleiben allerdings 12 Jahre auf dem Bauhof der Stadt liegen!

1995: Die Schilder

Am 21.7.1995 ist der Tagespresse zu entnehmen: „Nach circa 12 Jahren sind jetzt endlich alle Bielefelder Rundradwanderwege ausgeschildert!“ Dies war möglich geworden, weil ehrenamtlich Engagierte des ADFC Bielefeld und eines Gesangvereins die orangefarbenen Wegweiser montiert hatten.

2000: Die Extratour im Fahrrad-Stadtplan

„Der Fahrrad-Stadtplan hilft, mit dem Rad zur Arbeit, zum Einkauf oder zum Sport zu fahren.“ Davon ist der ADFC überzeugt, als er 1999 und 2000 mit Unterstützung von GAFF und Stadt einen Fahrradstadtplan erstellt, der „radtouristisch interessante Hinweise mit dem Detailreichtum eines Stadtplans verquickt“ und in dem selbstverständlich nicht nur Radwege und Radstreifen sondern auch die zehn touristischen BI-Wege verzeichnet sind. Thorsten Böhm, damaliger Vorsitzender des ADFC Bielefeld, fordert die Bielefelder*innen auf: „Gestalten Sie Ihre Freizeit unmotorisiert und lernen Sie die schönen Seiten einer Großstadt kennen.“ Für das umfangreiche Begleitheft des Plans mit vielen Tipps für Radausflüge erfindet Claudia Böhm eine Extratour: „Ein Ausflug zu den Stauteichen, zum Obersee und zum Bürgerpark lässt sich zu einem 25 km langen, fast autofreiem Rundkurs über Heepen, Milse, Brake, Schildesche und Sudbrack verbinden.“ Zehn Jahre später wird diese Extratour als „Das Grüne Netz“ zur ersten Bielefelder Themenroute werden.

2007: Die neue Radwanderkarte mit veränderten BI-Wegen

Zwölf Jahre nach der Beschilderung der BI-Wege, im Januar 2007, kündigt das Landesvermessungsamt NRW die Herausgabe einer neuen Auflage der Radwanderkarte "Stadt Bielefeld, Kreis Gütersloh" an. Aus diesem Anlass modifzieren ADFC und Stadt den Verlauf der Wege: Start-/Zielpunkte werden an sinnvollere Stellen verlegt, unwegsame Streckenteile werden herausgenommen und Routen werden gebündelt. Dies muss wegen des vorgegebenen Erscheinungstermins der Karte (April 2007) sehr schnell geschehen. Die eigentlich notwendige Neukonzeption der Wege wird daher 2007 noch nicht durchgeführt.

2008: Die Prüfung der BI-Wege

Die BI-Wege sind mittlerweile ein Vierteljahrhundert alt und erfüllen immer noch viele  Bedürfnisse von Radausflügler*innen: Man kann von Zuhause aus losfahren oder ohne große Umstände mit dem ÖPNV zum Startpunkt kommen. Die Streckenlängen passen: Im Schnitt sind die Touren etwa 20 km lang. Die BI-Wege zeigen gut die vielfältigen Landschaftsformen, die es im Bielefelder Stadtgebiet zu beiden Seiten des Teutoburger Waldes gibt. Aber es gibt auch kritische Fragen: Sind die Strecken wirklich landschaftlich schön? Ist die Streckenführung ruhig und sicher? Kann man sich an den Schildern gut orientieren? ADFC-Aktive machen Testfahrten und berichten: „Diese Strecke würde ich freiwillig nicht fahren, da stellt sich mir wirklich die Sinnfrage!" und „Eine Orientierung nur nach den Schildern erfordert zum überwiegenden Teil großen Spürsinn und ist an einigen Stellen nahezu unmöglich“. Sie stellen zahlreiche Mängel fest von unvollständiger Beschilderung über schlechte Wegoberflächen bis hin zu unattraktiven Routenabschnitten. Die ADFC-Arbeitsgruppe erfasst die Mängel und macht der Stadt Bielefeld detaillierte Vorschläge zu besserer Ausschilderung und zu attraktiverer Streckenführung: „Die jetzigen Strecken sind teils überwiegend schön, teils aber auch in erheblichen Teilen weniger schön. Ziel sollte sein, künftig Routen anbieten zu können, die möglichst durchgehend attraktiv sind, interessante Ziele (Sehenswürdigkeiten, Ausflugslokale etc.) anbinden und miteinander vernetzt sind.“ Die Arbeitsgruppe schließt ihren Bericht mit: „Und der ADFC hofft sehr, dass nicht wieder 12 Jahre vergehen müssen, bis sich hier etwas tut …“

2010: Die erste Themenroute „Das Grüne Netz“

Bei den BI-Wegen passiert erstmal nichts Neues. Stattdessen nimmt Bielefelds erste Themenroute Gestalt an. Das Amt für Verkehr, das Umweltamt, Bielefeld Marketing und der ADFC Bielefeld erarbeiten eine Route, die Bielefelder*innen und Besucher*innen „das grüne Netz“ erleben lässt. Im Begleitheft zur Route heißt es: „Die vom Teutoburger Wald herabführenden Bachtäler und Grünzüge bilden (…) die Grundelemente des grünen Netzes. Bielefeld setzt diese einzigartige Idee seit mehr als 100 Jahren um, von den ersten Plänen des Gartenbaudirektors Paul Meyerkamp bis heute. Parkanlagen und naturnah belassene Grünflächen durchziehen die Stadt netzartig und verbinden die Wohngebiete mit der umgebenden Landschaft (…).“ Eine Ausschilderung der Route ist zunächst nicht möglich. Kurz darauf berät der der ADFC Bielefeld das Welthaus Bielefeld bei seinem Projekt „Millenniums-Radweg“ (heute „Global-Goals-Radweg“), das die acht weltweit geltenden Entwicklungsziele (Millennium-Development-Goals/MDG) bekannt  machen soll. Im Ergebnis verläuft der „Millenniums-Radweg“ auf dem Radwanderweg „Das Grüne Netz“. Entlang der Strecke informieren Stationen mit Bildern, Texten und akustischen Botschaften über die globalen Nachhaltigkeitsziele. Im Rahmen des Welthaus-Projekts „Millenniums-Radweg“ wird im Oktober 2011 dann endlich auch „Das Grüne Netz“ beschildert.  

2011: Die zweite Themenroute „Engelroute“

2002 entdeckt ADFC-Tour-Guide Ilse Uffmann „ihre“ ersten Engel auf einem geschnitzten Torbogen eines Bielefelder Bauernhofes. Seitdem ist sie immer wieder mit Fahrrad und Kamera unterwegs zu den „Engelhöfen“ zwischen Bielefeld und Herford. 110 Engelhöfe mit erstaunlich vielfältigen Engelschnitzereien hat sie mittlerweile gefunden. Für diesen einzigartigen Kulturschatz der einstigen Grafschaft Ravensberg begeistert sie auch immer wieder die Teilnehmer*innen ihrer beliebten ADFC-Engeltouren. Als 2010 die Städte Bielefeld und Herford nach einer Idee für eine gemeinsame Themenroute suchten, bringt der ADFC Bielefeld die Engel ins Spiel und tüftelt gemeinsam mit dem ADFC Herford eine Route aus, die zu mehr als 20 Bauernhöfen mit Engel-Torbogen führt. Bielefelds zweite Themenroute entsteht: die „Engelroute“. Bald hängen auch die curry-gelben Engelrouten-Schilder an den Radwegweisern – leider zunächst nur im Kreis Herford. Im Bereich der Stadt Bielefeld sind Radausflügler*innen auf GPX-Daten oder Karte angewiesen, um den Weg zu den Engeln zu finden. Oder sie fahren mit bei einer geführten ADFC-Tour. Am 8. Mai 2011 lädt Ilse Uffmann zusammen mit Barbara Reinsch und Peter Gülpen vom ADFC Herford ein, „die neue Engelroute zwischen Bielefeld und Herford“ zu erfahren.

 

 

2012: Der ADFC formuliert die Vision eines Freizeit-Radroutennetzes

2012 verrät der ADFC Oliver Spree, dem damaligen Fahrradbeauftragten der Stadt Bielefeld, seine Vision: „Eine attraktive Rad-Region rund um Bielefeld mit einer Handvoll hochwertiger, vernetzter Radwanderrouten.“ Mit den Themenrouten „Das Grüne Netz“ und „Engelroute“ ist Bielefeld dem Wunschbild des ADFC schon etwas näher gekommen. Aber wo und wohin sollen die weiteren Freizeit-Radrouten führen? Im Anschluss an die Recherche für einen neuen Bielefelder Fahrradstadtplan, für den 27 Aktive in 460 Stunden drei Monate lang jede Straße und jeden Radweg geprüft haben, fahren die ADFC-Aktiven und die Strecken noch einmal in Gedanken ab und überlegen dabei: „Welche Wege sind so schön, dass ich sie um ihrer selbst Willen mit Vergnügen fahre?“. So sammeln sie die schönsten Wege und auch die interessantesten Ziele und zeichnen sie mit Filzstift in einen großen Plan ein. Diesen Plan mit „nur schönen Wegen“ und 29 Ausflugszielen übergeben sie der Stadt Bielefeld verbunden mit der Hoffnung, dass daraus einmal neue Themenrouten entstehen mögen.

2015: Das Konzept

2015 beauftragt die Stadt das Planungsbüro mtg aus Hannover, eine Rahmenkonzeption Freizeit-Radverkehr zu erstellen. Das Büro analysiert, erarbeitet eine Gesamtstrategie und schlägt neue Routen vor. In drei Workshops diskutiert Alexander Wijgers (mtg) die Ergebnisse mit Verwaltung, Bielefeld Marketing und ADFC. Im Dezember 2015 stehen Vorschläge fest für acht neue Routen von 11, 27, 28, 34, 41, 51 und 65 km Länge. Die Routenvorschläge richten sich überwiegend an Tagestourist*innen und solche Menschen, die eine eher gemütliche (Halb-)Tagestour unternehmen bzw. neben dem Radfahren auch Sehenswürdigkeiten besuchen und gastronomische Angebote wahrnehmen wollen. Mit den beiden längeren Touren werden eher sportliche Naturen angesprochen. Verknüpfungen zwischen den einzelnen Routen sollen es ermöglichen, auf dem Routennetz individuelle Touren zu fahren. Der ADFC bekommt die Routen zur Prüfung und macht Anfang 2016 Anmerkungen und alternative Vorschläge zu einigen Routen und Routenabschnitten, die zum Teil berücksichtigt werden. Im Frühjahr 2016 prüft die Verwaltung, ob die Routen wie geplant umzusetzen sind. Dabei stellt sich heraus, dass noch vieles geklärt werden muss: Wie bzw. unter welchen Bedingungen können private Wege genutzt werden? Dürfen Wege durch Natur- und Landschaftsschutzgebiete angelegt bzw. ertüchtigt werden? Wann und wie einigen sich Amt für Verkehr, Umweltamt, Umweltbetrieb und ISB über die Freigabe und die Beschilderung der Grünzugwege?

2020: #Abseitsradeln

Die ersten Schilder des neuen Bielefelder Freizeit-Radroutennetzes stehen. Eine erste Übersichtskarte wird veröffentlicht, die GPX-Daten der Themenrouten stehen zum Download bereit. Es stellt sich heraus, dass die neuen Routen perfekt sind für den aktuellen Trend #Abseitsradeln. Denn für entspannte Touren mit ausreichend Abstand ist es in Corona-Zeiten ratsam, um den Obersee und andere beliebte Ausflugsziele einen Bogen zu schlagen und unbekannte Strecken zu entdecken. Die zehn ausgeschilderten Themenrouten bieten den Bielefelder*innen da reichlich Anregung.

Februar 2021: Es ist vollbracht

Das Freizeit-Radroutennetz mit seinen 120 Knotenpunkten ist komplett ausgeschildert und auch die ersten der insgesamt 28 Infotafeln stehen bereits. Die Routenlogos der zwei alten Themenrouten (Das Grüne Netz und Engelroute) und die acht neuen Themenrouten (um’n Pudding, Pillepoppen, Bielefeld aufspüren, Bielefelder Silhouetten Nord, Bielefelder Silhouetten Süd, Bielefelder Romanzen, Bielefeld malerisch und von Quelle zur Quelle) hängen als kleine Täfelchen unter der Wegweiser-Armen. Und was passiert mit den BI-Wegen? Die orangefarbenen Schilder der alten BI-Rundwege werden demnächst abgeschraubt. Aber die Rundwege selbst existieren weiter mit etwas geänderter Streckenführung und in neuer Form als Radtouren-Tipps. Die veränderten Rundwege verlaufen komplett im Bielefelder Knotenpunkt-Netz und können anhand der Knotenpunkt-Nummern nachgeradelt werden.

Alle Themenrouten, Radtouren-Tipps (Ex-BI-Wege), Knotenpunkt-Karte und GPX-Daten auf der Website der Stadt Bielefeld

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Häufige Fragen von Alltagsfahrern

  • Was macht der ADFC?

    Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 190.000 Mitgliedern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik, Tourismus.

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  • Was bringt mir eine ADFC-Mitgliedschaft?

    Radfahren muss sicherer und komfortabler werden. Wir nehmen dafür – auch Dank Ihrer Mitgliedschaft – nicht nur Einfluß auf Bundestagsabgeordnete, sondern setzen uns auf Landes- und Kommunalebene für die Interessen von Radfahrern ein. Für Sie hat die ADFC Mitgliedskarte aber nicht nur den Vorteil, dass wir uns für einen sicheren und komfortablen Radverkehr einsetzen: Sie können egal, wo Sie mit Ihrem Fahrrad unterwegs sind, deutschlandweit auf die AFDC-Pannenhilfe zählen. Außerdem erhalten Sie mit unserem zweimonatlich erscheinenden ADFC-Magazin Information rund um alles, was Sie als Radfahrer politisch, technisch und im Alltag bewegt. Zählen können ADFC-Mitglieder außerdem auf besonders vorteilhafte Sonderkonditionen, die wir mit Mietrad- und Carsharing-Anbietern sowie Versicherern und Ökostrom-Anbietern ausgehandelt haben. Sie sind noch kein Mitglied?

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  • Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?

    Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind.

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  • Worauf sollte ich als Radfahrer achten?

    Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone – deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen.Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen. Beachten Sie immer die für alle Verkehrsteilnehmer gültigen Regeln – und seien Sie nicht als Geisterfahrer auf Straßen und Radwegen unterwegs.

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  • Was ist der Unterschied zwischen Pedelecs und E-Bikes?

    Das Angebot an Elektrofahrrädern teilt sich in unterschiedliche Kategorien auf: Es gibt Pedelecs, schnelle Pedelecs und E-Bikes. Pedelecs sind Fahrräder, die durch einen Elektromotor bis 25 km/h unterstützt werden, wenn der Fahrer in die Pedale tritt. Bei Geschwindigkeiten über 25 km/h regelt der Motor runter. Das schnelle Pedelec unterstützt Fahrende beim Treten bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h. Damit gilt das S-Pedelec als Kleinkraftrad und für die Benutzung sind ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und eine Fahrerlaubnis der Klasse AM sowie das Tragen eines Helms vorgeschrieben. Ein E-Bike hingegen ist ein Elektro-Mofa, das Radfahrende bis 25 km/h unterstützt, auch wenn diese nicht in die Pedale treten. Für E-Bikes gibt es keine Helmpflicht, aber Versicherungskennzeichen, Betriebserlaubnis und mindestens ein Mofa-Führerschein sind notwendig. E-Bikes spielen am Markt keine große Rolle. Dennoch wird der Begriff E-Bike oft benutzt, obwohl eigentlich Pedelecs gemeint sind – rein rechtlich gibt es große Unterschiede zwischen Pedelecs und E-Bikes.

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  • Gibt es vom ADFC empfohlene Radtouren für meine Reiseplanung?

    Wir können die Frage eindeutig bejahen, wobei wir Ihnen die Auswahl dennoch nicht leicht machen: Der ADFC-Radurlaubsplaner „Deutschland per Rad entdecken“ stellt Ihnen mehr als 165 ausgewählte Radrouten in Deutschland vor. Zusätzlich vergibt der ADFC Sterne für Radrouten. Ähnlich wie bei Hotels sind bis zu fünf Sterne für eine ausgezeichnete Qualität möglich. Durch die Sterne erkennen Sie auf einen Blick mit welcher Güte Sie bei den ADFC-Qualitätsradrouten rechnen können.

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